| Niklas Luhmann | Dieser Text beschreibt Niklas Luhmann. Der untere Text beinhaltet die Niklas Luhmann Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Niklas Luhmann Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Niklas Luhmann fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Niklas Luhmann möglichst ausführlich zu halten.
Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Niklas Luhmann Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Niklas Luhmann beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Niklas Luhmann. Fragen zu dem Thema Niklas Luhmann können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.
Niklas Luhmann ArtikelNiklas Luhmann (* 8.12 1927 in Lüneburg; † 6.11 1998 in Oerlinghausen bei Bielefeld) war Soziologe. Als Begründer der soziologischen Systemtheorie machte er sich auch in der Philosophie einen Namen.
Er studierte von 1946 bis 1949 Rechtswissenschaft. 1952 und 53 begann er mit dem Aufbau seiner "Zettelkästen" und war als Verwaltungsfachmann tätig. 1960 heiratete er Ursula von Walter. 1960/61 ließ er sich zu dem Studium an der Harvard-Universität beurlauben. Nach Forschungstätigkeit zu Beginn der 1960er Jahre an der "Sozialforschungsstelle der Universität Münster" in Dortmund promovierte und habilitierte er innerhalb eines Jahres 1966 in dem Fach Soziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 1968 lehrte er an der Universität Bielefeld Soziologie.
Buch-Tipp: Die Kunst der Gesellschaft. Das Buch " Die Kunst der Gesellschaft. " ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. | |
Die Luhmannsche Systemtheorie (in Abgrenzung zur allgemeinen Systemtheorie von Ludwig von Bertalanffy u. a. sowie zur Theorie sozialer Systeme von Talcott Parsons) gilt derzeit als eine der wohl erfolgreichsten und populärsten Theoriemodelle in dem deutschen Sprachraum, nicht ca. in der Soziologie, sondern auch in so diversen Feldern wie der Psychologie, der Theorie des Management oder der Literaturtheorie .
Luhmann entlehnt Grundbegriffe der Systemtheorie von Humberto Maturana. Ein System definiert sich danach selbst, indem es einen Unterschied zu seiner Umwelt markiert. Luhmann spricht mit Maturana von autopoietischen (griech.: selbsterzeugend), in operativer Hinsicht geschlossenen Systemen. In dem Gegensatz zu Maturana, der den Begriff der Autopoiesis strikt auf Organismen beschränkt, weitet Luhmann ihn auf sinnkonstituierende Zusammenhänge aus.
Hieraus ergeben sich erkenntnistheoretische Konsequenzen, die Maturana als Vertreter des Radikalen Konstruktivismus als erster formuliert hat und die auch Luhmann i.W. teilt.
Letztelemente sozialer Systeme, postuliert Luhmann, sind nicht etwa handelnde Menschen, sondern Kommunikationen. Ein soziales System steuert sich selbst, im es ständig Kommunikationen produziert und anschlussfähig hält. Psychische Systeme (Bewusstsein) können nicht kommunizieren, sie denken; ca. soziale Systeme (Interaktion, Organisation, Gesellschaft) können sich kommunikativ anregen.
Luhmann radikalisiert den Kommunikationsbegriff und definiert ihn als dreifache Selektion aus "Information, Mitteilung und Verstehen". Sein berühmtestes Bonmot zur weltgesellschaftlichen Kommunikation lautet: "Hier zählt jeder Fluch der Ruderer auf den Galeeren".
Luhmann hat Beschreibungen für einfache Interaktionssysteme (z.B. Liebesbeziehungen), Organisation, der Weltgesellschaft sowie für eine Vielzahl sozialer Funktionssysteme wie Recht, Wissenschaft, Wirtschaft, Religion, Erziehungswesen, Politik, aber auch Sozialarbeit und Kunst angefertigt bzw. angeregt. Dabei bedient er sich der Theoriefigur der "operativen Geschlossenheit" jedes der funktional differenzierten Systeme sowie des Gesellschaftssystems insgesamt. Diese Art der Analyse soll dem Soziologen/der Soziologin die trennscharfe Zurechnung von Kommunikationen, Ereignissen, Erlebnissen und kommunikativen Handlungen auf die gesellschaftlichen Subsysteme, ihre Codes, Medien, Strukturen, Frames und Programme ermöglichen.
Die Luhmannsche Systemtheorie hat eine teilweise heftige Debatte nicht ca. in der Soziologie entfacht. Aus erkenntnistheoretischer Perspektive wird moniert, die Theorie laufe aufgrund ihres tautologischen Ansatzes leer und sage uns nicht mehr über die Welt, als was wir aufgrund fachwissenschaftlicher Erkenntnisse nicht ohnehin schon über sie wissen oder wissen könnten.
Buch-Tipp: Die Moral der Gesellschaft Um ausführliche Informationen zum Buch " Die Moral der Gesellschaft" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet. |
| |
Umfassendes wissenschaftliches Werk mit mehr als drei dutzend Büchern, vor allem zu bezeichnen sind:
- Soziale Systeme (1984)
- Die Gesellschaft der Gesellschaft (1997)
Die großen Monographien zur Gesellschaftstheorie (1988-2002):
- Die Wirtschaft der Gesellschaft (1988)
- Die Wissenschaft der Gesellschaft (1990)
- Das Recht der Gesellschaft (1993)
- Die Kunst der Gesellschaft (1995)
- Die Realität der Massenmedien (1996)
- Die Politik der Gesellschaft (2000)
- Die Religion der Gesellschaft (2000)
- Das Erziehungssystem der Gesellschaft (2002)
Einführend:
- Einführung in die Systemtheorie (2002)
Organisationssoziologie
- Organisation und Entscheidung (2000)
- Funktionen und Folgen formaler Organisationen (1964)
Aufsätze
- Soziologische Aufklärung (6 Bände)
Zur Gesellschaftsstruktur und Semantik:
- Gesellschaftsstruktur und Semantik, (Frankfurt am Main), (4 Bände)
- Liebe als Passion (1982)
Weitere Werke:
- Ökologische Kommunikation (1986)
- Funktion der Religion (1977)
- Macht (1975)
- Zweckbegriff und Systemrationalität (1968)
- Legitimation durch Verfahren (1969)
- Rechtssoziologie (1980)
- Soziologie des Risikos (1991)
Buch-Tipp: Einführung in die Systemtheorie eine wirkliche Einführung, doch nicht einzeln zu geniessen Ja, das Buch bietet wirklich einen sehr gelungenen Einstieg in die komplexe Materie der Luhmann'schen Systemtheorie. Es liesst sich sehr gut, da es sich um eine transkirbierte Vorlesungsreihe für Soziologiestundierende der ersten Semester handelt und, da es sich eben um gesprochene Sprache... |
|
- Dirk Baecker et al. (Hrsg): Theorie als Passion
- Baraldi u. a. (1997): GLU. Glossar zu Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme
- Berghaus, Margot (2003): Luhmann leicht gemacht
- Giegel, Hans-Joachim / Schimank, Uwe (2001): Beobachter der Moderne
- Hellmann, Kai-Uwe / Fischer, Karsten (2003): Das System der Politik
- Horster, Detlef (1997): Niklas Luhmann, (Beck'sche Reihe)
- Kneer, Georg / Nassehi, Armin (1993): Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme
- Krause, Detlef (2001): Luhmann-Lexikon.3. Aufl. Stuttgart: UTB.
- Reese-Schäfer, Walter (2001): Niklas Luhmann zur Einführung (4. Aufl.)
- Schützeichel, Rainer (2003): Sinn als Grundbegriff bei Niklas Luhmann
Buch-Tipp: Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität. Liebe- wie geht das? Sicherlich das auch von Nichtanhängern der Systemtheorie meistgelesene Werk Luhmanns, da das Thema jeden auf die eine oder andere Weise anspricht. Es geht um Liebe, aber nicht zuvorderst um das Gefühl, sondern um den Kommunikations-Code und die Veränderungen der Liebessemantik, die es erst möglich machen ein Gefühl wie Liebe... |
Weiteres zu dem Artikel Niklas Luhmann | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Beobachter, Bonmot, Debatte, Dezember, Mitteilung, Recht, Sozialarbeit, Vertreter, Walter | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Niklas Luhmann' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Niklas Luhmann Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Niklas Luhmann' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Niklas Luhmann' und 'Niklas Luhmann' Definition sehr dankbar.
Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Niklas Luhmann' Beschreibung entsprechen.
|
|
|
· Diese Seite wurde bisher 3.686 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 17.05.2008 um 01:23:44 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 22:33, 24. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008
|